Beim nächtlichen Streifzug zwischen Abend- und Morgenland begegnen wir den libanesischen Diven Nabiha Yazbeck und Maya Nasri, ihre Landsleute von Soap Kills und Toufic Farroukh verbandeln Dub und Triphop mit dem Erbe aus Beirut. Sharif, Nickodemus und Ilhan Ersahin kreieren zwischen L.A., New York und Istanbul eine griffige Kopplung persischer, arabischer und türkischer Wurzeln mit Elektronik. Von Holland aus tut es ihnen der Exil-Marokkaner Bahia El Idrissi gleich. Exil ist auch Thema für den klassischen Châabi-Sänger Dahmane El Harrachi, hier remixt von DJ Sonar, die Stimme des Ägypters Mohammed Mounir findet sich wieder in einer Kreation des deutschen Pultmeisters Jasmon. Mit Yasser Habeeb entdecken wir einen Hitmacher aus den Emiraten. Und der illustre britische Saitenzauberer Justin Adams schließlich verarbeitet sphärisch seine Sahara-Exkursion.
Auch wenn viele der hier vertretenen Namen allenfalls Insidern bekannt sein dürften, ist Sahara Lounge so verführerisch wie 1001 Nacht. Absolut hitverdächtig!