Berührungsängste zwischen Arabien und der westlichen Welt? Wo politisch in den letzten Jahren immer wieder Vorbehalte und -urteile ins Spiel gebracht worden sind, herrscht musikalisch gesehen schon lange Verbrüderung.
Kairos Popwerkstätten fertigen seit den 1970ern edle Ohrwürmer, deren Hooklines zwischen Melismen und Madonna schweben, und die moderne Musik des Maghreb wäre viel ärmer ohne die Pultkünste eines Don Was oder Nile Rodgers. Arabiens Musiker flirten selbstverständlich mit Disco und Rock oder bauen Funk in den Raï. Ihre Exkursionen in die Salsa fallen auch in Havanna auf fruchtbaren Boden.
Schließlich hat dank der Mauren spanische Musik schon immer eine arabische Wurzel und die kubanische Musik wiederum kombiniert spanische mit west afrikanischen Klängen - der Kreis schließt sich.
Ein Teil der Erlöse aus North African Groove geht ganz im Geiste der hier präsentierten Musiker an die Organisation SEARCH FOR COMMON GROUND (www.sfcg.org), die sich seit 1991 in 13 Ländern von Marokko bis Palästina um Friedensarbeit, Konfliktprävention und Sicherheit im Nahen Osten bemüht.